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Plan B Platten des Monats Januar 2018

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2018, die Gitarre ist zurück: Tocotronic haben ihr einen Song gewidmet, Starcrawler feiern die Rockszene von L.A. und Shame 'preisen' mit ihrem Album alte englische Postpunk-Helden. Wie halten Hip Hop-Acts wie Haiyti aus Hamburg und die Migos aus Atlanta dagegen? Findet's raus in unseren 1LIVE Plan B Platten des Monats Januar.  


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"King of Bones"

Black Rebel Motorcycle Club

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Raffaela: „Erfindet das Rad nicht neu. Aber das hat ja auch keiner erwartet.“

David: „Klingt, als wäre dem Motorrad in der Dämmerung in der Wüste der Sprit ausgegangen. Unheilvoll in jeder Hinsicht.“

Tilmann: „Ich habe keinen Motorradführerschein und meine Lederjacke ist auch nicht abgewetzt genug dafür. Abgesehen davon habe ich Spaß am Leben.“

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"Tic Tac Toe"

Django Django

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Raffaela: „Das Album ist 'ne runde Sache, aber mir ist das alles ein bisschen zu positiv und fluffig. Lobend möchte ich aber die Nutzung der Kuhglocke erwähnen.“

David: „Mächtig gutgelaunt und Beatles-mäßig mit ordentlich Synthies. Ein bisschen so, als würde man Süßstofftabletten lutschen.“

Tilmann: „80er-Beach-Boys-Rockabilly-Dancehall-2000er-Pop-Krautrock. Was auch immer das ist, es macht bestimmt Spaß, dazu unter marmornem Himmel zu tanzen.“



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"I Love L.A."

Starcrawler

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Raffaela: „Wer Rockmusik mag, die knallt und auf den Punkt ist, da hat er sie. Innovativ isses nich.“

David: „'Full Of Pride' ist von 'Smells Like Teen Spirit' mindestens inspiriert. Der Rest erinnert teils an Weezer, teils an diverse Lo-Fi-Bands, schön gemacht.“

Tilmann: „Erfrischend rotzig und roh - ein Album, das ungestüm wie ein kantiger Asteroid durch die Gitarren-Galaxie rumpelt. Gibt´s nicht mehr so oft.“

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"Look At Your Hands"

Tune-Yards

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Raffaela: „Bester Albumtitel der Welt. Und die Musik: Ein Sammelsurium aus einer Million verschiedener Einflüsse, sehr groovy, sehr gute Vocals, recht eingängige Songs.“

David: „Ist auf jeden Fall ein bunter Ort, an dem man gerne abhängt, dieser Tune-Yard. Sehr abwechslungs-reich, zwischendrin wird’s sogar auch mal gruselig – mega.“

Tilmann: „Tanzbare Gesellschaftskritik. So 'ne Art punkige Hot Chip für Kunststudenten. Für den Albumtitel sollte es auf jeden Fall irgendeinen Preis geben.“

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"Dynasty"

WhoMadeWho

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Raffaela: „Das Coverbild mit den Augenbällen macht mir Angst. Zuerst denkt man, das Album wäre nur düster. Aber es gibt sie dann doch wieder, die typischen Gute-Laune-Songs.“

David: „Haben mich irgendwo zwischen Bar und Wohnzimmer abgeholt, fahre seither mit ihnen U-Bahn.“

Tilmann: „Mir ist das zu vernuschelt und austauschbar. Wobei, jetzt wo ich 'Dynasty' nochmal höre, schlägt meine 80er-Herzkammer doch etwas schneller.“

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"Stir Fry"

Migos

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Raffaela: „Bin ich schlimm, weil ich den Song mit Drake am besten finde? Ich beim Rumlaufen nur noch: 'Walk it like I talk it, walk it like I talk it. Brr. Brr!’ Alle finden, dass es bei mir läuft.“

David: „Masse statt Klasse. Die Highlights zwischendrin zeigen aber deutlich, wieso Migos so erfolgreich sind.“

Tilmann: „Ein Track klingt wie der andere. Aber Migos haben das Trap-Game nicht nur mit erfunden sondern auch durchgespielt.“

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"A Place"

Nils Frahm

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Raffaela: „Nils Frahm hat damit etwas Unmögliches geschaffen: Es klingt wie ein Abend an einem knisternden Kamin, und nebenan ist das Berghain und manchmal wummern die Beats durch die Wände zu dir rüber. Wundervoll.“

David: „Einfach nur extrem cool und ausgefeilt. Wenn da irgendwann drauf gerappt würde, oder irgendwas fusionieren würde, dann wäre das für mich die Platte des Jahres – aber das wäre auch irgendwie ein Verbrechen.“

Tilmann: „Das ist mehr als Klaviermusik - das ist Klangkunst mit hypnotisierender Wirkung. Frahmos, frahmtastisch!“

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"Sunny Driveby"

Haiyti

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Raffaela: „Mich hat ja lange am deutschen Hip Hop gestört, dass der Fokus hautsächlich auf den Texten lag und der kreative Umgang mit der Stimme als Instrument vernachlässigt wurde. Nicht bei ihr. Da ist viel los.“

David: „Wenn mir besonders der Mainstream-Sound gefällt, der hier als Mainstream-Kritik benutzt wird, dann ist das mehr als bezeichnend.“

Tilmann: „Das ist eben nicht nur Trap mit Autotune - da steckt auch ganz viel Nina Hagen und Punkrock drin. Gut, dass es sie gibt.“


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"One Rizla"

Shame

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Raffaela: „Ich wünschte, ich hätte ein Auto. Dann würde ich das da drin immer ganz laut hören.“

David: „Das klingt nach Bock und Spielfreude. Wer irgendeine Variation britischer Gitarrenmusik mag, wird hier auch was finden.“

Tilmann: „Als wären The Fall und die Buzzcocks in den 70ern eingefroren und jetzt vor lauter Wut wieder aufgewacht. 'I'd rather be fucked than sad.' The Falls Mark E. Smith wäre amused - R.I.P."




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"Die Unendlichkeit"

Tocotronic

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Raffaela: „Sätze wie 'Ich drücke Pickel vor dem Spiegel aus' hätte ich nun nicht gerade gefordert. Aber trotzdem ist das ein tolles Album, wunderbar arrangiert und gemischt, mal leise, mal wuchtig, musikalisch immer ästhetisch.“

David: „This boy just ain’t Tocotronic!“

Tilmann: „Wir sind hier immer noch nicht in Seattle, Dirk - aber Kurt Cobain hätte dieses Album bestimmt gefallen. Wie ein autobiografischer Roman. Herrlich.“

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