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Plan B Platten des Monats Februar 2018

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Frisch aus dem eingefrorenen Sektor die besten Platten im Februar. Mit schwarzen Panthern, Waldmännern und ganz vielen schönen Menschen.

Wer ist diesen Monat am coolsten: Kendrick, Curse, Justin Timberlake oder MGMT? Die Plan B Redaktion hat abgestimmt, unsere Richter kommentieren unverfroren.

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"Close But Not Quite"

Everything Is Recorded feat. Sampha

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Philipp: „Richard Russell hat sie alle: Ibeyi, Sampha, Kamasi Washington und noch mehr. Viele Köche veredeln den Brei. Ach was, Brei. Das hier ist ein erlesenes Potpourri aus feinsten Zutaten. 12 Gänge, 5 Sterne.“

Dani: „Everything is gesagt.“

Kotaro: „XL-Recordings-Boss Richard Russell lädt zu Jams und Schnittchen. Am Ende steht das labelinterne 'We Are The World' - nur als Album und in gut. Beste. Firmenfeier. EVER.”

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"Lemon To A Knife Fight"

The Wombats

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Philipp: „Also, 'Lemon To A Knife Fight' ist stark – der Rest eher solide. Da guck ich mir lieber eine Doku über diese niedlichen Beutelsäuger in echt an.“

Dani: „Warum sich für jedes Album neu erfinden? Macht ja Arbeit. Indie as Indie can.“

Kotaro: „‘I Like The Way Your Brain Works’ ist die vielleicht tollste Liebeserklärung des Jahres. Abseits davon kratzt der musikalische Vintage-Rollkragenpulli drumrum noch etwas.”

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"Manuskript"

Curse feat. Samy Deluxe

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Philipp: „In der sechsten Klasse hat mir 'Von Innen nach Aussen' von Curse gezeigt, wie deep deutschsprachiger Rap sein kann. Heute bin ich da kritischer. Aber Curse berührt mich immer noch.“

Dani: „Curse Album oder Curse-Meditations-Podcast hören? Ganz klar zweites!“

Kotaro: „Wie der liebevolle Reboot eines alten Klassikers: Zieht vielleicht hauptsächlich alte Fans an, verdient aber massiv Respekt von allen.”

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"Sober To Death"

Car Seat Headrest

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Philipp: „Clever: Das Homerecording nochmal neu aufnehmen, wenn der Indie-Fame gerade da ist. 'Twin Fantasy' klingt nun ausstaffierter, aber immer noch roh nach Leidenschaft. Ich will Will Toledo ein Bier ausgeben.“

Dani: „Das Cover: <3 , der Inhalt: 3-"

Kotaro: „Ödnis, Depression und besoffene Outings in der motherfucking Kleinstadt: Das drängendste Gitarrenalbum seit Jahren vergammelt seit 2011 auf Bandcamp. Will Toledo hat nicht nur ein Remake gemacht, er hat einen Rohdiamanten veredelt.”

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"Vergifte Dich"

Isolation Berlin

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Philipp: „Da hat jemand Wut, Kummer und Schnaps im Bauch. Gibt es derzeit eine andere Band, die so charmant über Pfandflaschenautomaten singen kann? I doubt it.“

Dani: „Für Fans von Trümmer, Tocotronic oder Ton Steine Scherben. Ich mag keine dieser Bands.“

Kotaro: „Das Aktionsbündnis 'Misanthropie JETZT 2012 e.V.' lädt zur Jahrestagung. Auf der Tagesordnung steht, wie immer, das Niederbrennen des Tagungsorts. Es wird, wie immer, ein Fest.”

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"Filthy"

Justin Timberlake

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Philipp: „Ich nehm Justin den Country und das Holzfällerhemd nicht ab. Mit 'Man Of The Woods' ist er auf dem Holzweg. Eine *NSYNC-Reunion hätte mehr Style gehabt.“

Dani: „Geld genug hat er. Jetzt kann er mal ein Album machen, dass definitiv kein Überhit wird, weil es nicht jeder Mainstream-Mutti gefallen muss. Find ich gut.“

Kotaro: „Es ist Timberlake, ich hab jetzt kein 'DAMN.' oder 'Thriller' erwartet. Dass er sich aber reine Detailkosmetik erlaubt, macht ihn zum iPhone der Popindustrie: Eine hochglanzpolierte Frechheit mit erschreckend schwachem Akku.”


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"Count To Five"

Rhye

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Philipp: „Musik wie ein Pulli aus grauer Kaschmirwolle. Extrem kuschelig.“

Dani: „Liebe! Und Musik für Leute, die es beim Liebemachen langsam mögen.“

Kotaro: „Dass der Plan, 'Lovely Day' von Bill Withers auf 40 Minuten Länge zu ziehen, nicht zwingend in der spannendsten Platte des Jahres resultiert, hätte allen Beteiligten auch vorher klar sein können.”

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"Little Dark Age"

MGMT

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Philipp: „Schön, dass die zwei wieder da sind. Aber das ist mir dann doch eine Spur zu retro. Schon der Opener klingt ja wie 'Video Killed The Radio Star'.“

Dani: „Überhits können sie ja, mit ihrem ersten Album haben mich MGMT zum Tanzen gebracht. Dank 'Little Dark Age‘ verbringe ich jetzt mehr Zeit mit GNTM als mit MGMT.“

Kotaro: „Die Band hat sich die bunten Holi-Farben abgewaschen und sich mit dem dunklen Robert Smith-Gedächtnis-Kajal angemalt. Steht ihnen, MGMT klingen wieder alt und frisch zugleich.”

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"Egyptian Luvr"

Rejjie Snow feat. Aminé

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Philipp: „Schlicht, chillig und in ein paar Momenten auch bitterböse. Ein vielversprechendes Rap-Debüt, das ganz ohne Autotune-Tröten auskommt.“

Dani: „So muss die Verarbeitung einer verflossenen Liebe klingen. Schmuse-Rap mit Augenzwinkern. Dann kommt sie vielleicht auch wieder zurück.“

Kotaro: „Solltet Ihr beim Durchstöbern alter Festplatten die Fotos mit ‘der/dem Ersten’ wiederfinden, unterlegt den Moment dringend mit 'Dear Annie'. Verliebtsein, Unschuld und Verlust, all das erscheint durch Rejjies Wärme und Groove im rechten nostalgischen Licht.”

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"All The Stars"

Kendrick Lamar & SZA

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Philipp: „Schade, dass Kendrick davon im Sektor nichts live gespielt hat. Kenne keine Comic-Verfilmung mit so fettem Soundtrack. Bei Spiderman haben Nickelback gesungen.“

Dani: „Er ist der Heiland. Machen wir uns nix vor. Und er wird es bleiben, egal, was er macht. Selbst wenn es ein Soundtrack ist. Amen.“

Kotaro: „Kendrick ist nicht automatisch Klassenbester, er verdient sich die 1 halt jedes Mal. Hier vereint er zielsicher Superstars und Newcomer, findet den fetten One-Size-Fits-All-Sound und trifft auch noch den Geist des Films on point.”

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