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Plan B Songs des Jahres 2015

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Ein guter Song ist ein ständiger Begleiter. Er funktioniert zu jeder Tageszeit, fühlt sich an wie ein alter Bekannter und erzählt trotzdem nicht immer das gleiche. Die 1LIVE-Plan-B-Redaktion hat ihre Köpfe zusammengesteckt, um die Songs zu wählen, die 2015 all diese Kriterien erfüllt haben. Nach einigen hitzigen Diskussionen steht fest: 2015 hatte es in sich. Aber seht selbst.

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"Distant Past"

Ausschnitt aus "Distant Past" von Everything Everything.

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Gerade wenn man sich an eine Richtung gewöhnt hat, die Everything Everything in "Distant Past" vorgeben, ändert sich der Song schon wieder. Von entspanntem Groove über nervösen Sprechgesang hin zu euphorischem Elektro-Refrain für den Dancefloor. Das wär auch ohne das subtile Star-Trek-Sample schon nerdig. Und sehr gut.

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"Feels Like 37"

Ausschnitt aus "Feels Like 37" von DMAs.

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Was erlauben sich diese rotzfrechen Australier, sich in unsere Songs des Jahres zu schleichen? Was erlauben die sich, so zu klingen, wie es Oasis seit Ende der 90er nicht mehr hinbekommen haben? Was? Das Video zum Song hat kaum 150.000 Aufrufe? Stimmt, wir sind früh dran. Aber selten hat dieses Jahr eine Rockband vom Fleck weg so begeistert. Mit Gitarrenmusik. 2015! Wir stellen vor: DMAs aus Newtown, Sydney.

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"All Day"

Ausschnitt aus "All Day" von Kanye West.

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"Was hat dieser alte, unbekannte Sack Paul McCartney doch ein Glück, dass sich Kanye West seiner annimmt und ihn ins Rampenlicht führt..." Das war die auch heute noch lustige Reaktion einiger Kanye-Fans mit wenig Allgemeinbildung auf dieses ungewöhnliche Feature. „All Day“ ist die aggressivste von drei Zusammenarbeiten der beiden. Es soll ja Leute geben, die gönnen Mr. Kardashian mit seiner großen Klappe ja eigentlich nicht so viel Talent, aber dieser Beat, dieser Verve... Poah!

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"Bad Blood"

Ausschnitt aus "Bad Blood" von Taylor Swift.

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Taylor Swifts "Bad Blood“ ist ohne Zweifel einer der großen Hits des Jahres. Und das sogar doppelt: Für die einen in der pompösen Mainstream-Pop-Variante mit Kendrick Lamar im Feature. Für die anderen gegen Ende des Jahres in der Version von Taylors Buddy Ryan Adams, der das komplette Album "1989" coverte. Falls es da irgendwer immer noch nicht verstanden hatte: Taylor Swift macht richtig gute Popsongs.

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"Oft gefragt"

Ausschnitt aus "Oft gefragt" von AnnenMayKantereit.

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Die Band aus Köln hat sich vom Stadtgeflüster zum Indie-Hype entwickelt und schickt sich an, 2016 weiter zu wachsen. Schön, dass Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit selbst ab und zu auf die Bremse treten und sich Zeit lassen. Zum Beispiel mit einem Album zu ihren Singles. Oder in einem Song wie „Oft Gefragt“, einem wie aus der Zeit gefallenem Kleinod, in dem sich Sänger Henning bei seinem Papa bedankt.

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"Mountain At My Gates"

Ausschnitt aus "Mountain At My Gates" von Foals.

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Man kann sich beim 360°-Musikvideo zu „Mountain At My Gates“ gar nicht entscheiden, auf welchen Part man sich konzentrieren möchte, so viel passiert da. Das ist – neben den sich aufbauenden Berggipfeln hinter der berüchtigten Rowley-Way-Sozialbausiedlung in London – die stärkste Metapher für diesen so simpel klingenden aber in Wahrheit ziemlich vertrackten Song.

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"Hotline Bling"

Ausschnitt aus "Hotline Bling" von Drake.

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Noch so ein Video, das Aufmerksamkeit erregte. Drake hat für seinen traurigen Balztanz viel Spott ernten müssen, irgendwas scheint der Welt nicht zu gefallen an Männern, die so tanzen, wie sie sich fühlen. Ganz im Gegensatz zu dem sexy Song, dessen Geheimnis in dem genialen 72er Miami-Soul-Sample von Timmy Thomas liegt, das Drake ebenso genial in die Jetztzeit befördert.

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"Hurra die Welt geht unter"

Ausschnitt aus "Hurra die Welt geht unter" von K.I.Z.

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Gerade noch geschrieben, schon ist Henning May einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Der deutschen Hip Hop-Szene, dank K.I.Z., die den AnnenMayKantereit-Sänger zu dieser sinnvollen Kollaboration einluden. Und welche Stimme könnte besser zur Apokaplypse passen als dieses raues Whiskey-Organ?! Den Sarkasmus im Song übernehmen die Rapper aus Berlin – der ist hier nicht nur komisch, sondern auch bittersüß traurig.

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"Can't Feel My Face"

Ausschnitt aus "Can't Feel My Face" von The Weeknd.

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Selbst das Musical Genius Chilly Gonzales erkannte „Can't Feel My Face“ als Meisterwerk an und stellte in unserer Pop Music Masterclass Gemeinsamkeiten mit Beethoven und Reggae fest. The Weeknd alias Abel Tesfaye hat sein Gesicht und Talent für perfekten Pop lange genug hinter Lofi-Sounds aus seinem Schlafzimmer versteckt. Kaum wagte er sich mit Nummern wie dieser in den Mainstream, wird er Nr.1 in den USA.

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"Coastal Love"

Ausschnitt aus "Coastal Love" von Honne.

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Ein trauriger Song für einen Sommer, in dem man von seiner „Coastal Love“ durch den Atlantik getrennt ist. Spricht natürlich Millionen Menschen aus der Seele, und geht ihnen ins Ohr wegen den frischen Elektro-Beats und melancholischen Synthie-Flächen. Beides klingt wie der Bandname minimalistisch japanisch... vielleicht war's also doch der Pazifik.

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"Baby Blue"

Ausschnitt aus "Baby Blue" von Action Bronson.

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Irgendwie macht der New Yorker armenischer Abstammung alles anders und dabei soviel richtig. Rapt im Altenheim, kocht im Netz, wrestlet mit Fans - nicht das typische Verhaltensmuster für einen wuchtigen Rapper seiner Klasse, aber eben 100% Action Bronson: Eine Mischung aus Biggie Smalls, Baby Huey und Bonnie Prince Billy. Sein Hit "Baby Blue" klingt nach gutem, altem Soul-Sampling. Wen wunderts? Ist eine Mark-Ronson-Produktion.

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"King Kunta"

Ausschnitt aus "King Kunta" von Kendrick Lamar.

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King Kendrick ist der Leader unserer Platten des Jahres, aber in diesem Song tritt er zurück um einem Helden der Geschichte Tribut zu zollen. Dabei weiß man gar nicht so genau, ob Kunta Kinte wirklich gelebt hat, oder ob er nur eine Romanfigur ist. Wichtig ist: Kunta Kinte ist eine Symbolfigur für die Unterdrückung der Afro-Amerikaner - im 18. wie leider auch im 21. Jahrhundert. Und Kendrick Lamar ist mit diesem genialen Song seine Stimme.

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"Let It Happen"

Ausschnitt aus "Let It Happen" von Tame Impala.

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Doppel-Bronze für Kevin Parker. Der beweist mit Tame Impala auf „Let it Happen“, dass Gitarrenmusik weiter innovativ sein kann. Ein Song wie ein Trip. Mit im Drogencocktail auf dieser 7-Min-Single (!): Psychedelic der 70er, Synthies von heute und ein bisschen 80er Funk von Mr. Mark Ronson. Der ist zwar nicht mit seinen eigenen Songs in unseren Bestenlisten gelandet, aber hat im Hintergrund an einigen Knöpchen gedreht.

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"Lean On"

Ausschnitt aus "Lean On" von Major Lazer.

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Superproduzent Diplo schraubt seinen Trademark-Sound, den Dancehall, auf „Lean On“ etwas zurück und lässt Platz für einen Vocal-House-Track mit unverkennbarem Voice-Sampling-Refrain. Klingt dann am Ende weniger nach Diplos zweiter Heimat Jamaika als nach Indien – dachte sich wohl auch der Videoclip-Regisseur und ließ Major Lazer, MØ & Co. tanzen wie in einem Bollywood-Film.

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"Loud Places"

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Der Song des Jahres. Jamie xx benutzt die „Loud Places“, also die Tanzflächen, als Ablenkung für Liebeskummer, The xx-Bandkollegin Romy Madley-Croft erinnert sich in den zart gehauchten Vocals an den, oder besser die Verflossene. Alles kulminiert in einem wunderbaren Sample des 70er New-Orleans-Jazzers Idris Muhammad: „I Feel Music in Your Eyes.“ Ein besseres Schlusswort kann es nicht geben.

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