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Plan B Platten des Monats Oktober 2016

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Golden und bunt ist er, der Oktober 2016. Dafür sorgen die Australier von Jagwar Ma, Maeckes aus dem Schwabenland und der Two Door Cinema Club aus Nordirland. Aber es gibt auch Grautöne von Kate Tempest.

Wird Anderson .Paak schon wieder eine Platte in unseren Monatscharts platzieren können? Werden die Kings of Leon einen Favoritensieg landen? Die Plan B Redaktion hat entschieden, die Richter kommentieren.

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"Neuanfang"

Clueso

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Franziska:  "Mein Popherz hat schon immer für Clueso geschlagen. Mal war ich 'So Sehr Dabei' und mal weniger. 'Neuanfang' funktioniert gut für jeden, der eher auf roughe Songs steht, die an die Babyshambles erinnern."

Jochen: "Ein Musiker, ein echter Musiker! Mit Instrumenten, die er live spielt und so. Das reicht, um in Deutschlands Popmusik herauszustechen."

Raffaela: "Bei einem Titel wie 'Neuanfang' hätte ich mir musikalisch mehr Mut gewünscht. Wagnisse höre ich nicht, Ohrwürmer auch nicht. Der Song mit Kat Frankie ist allerdings wahnsinnig schön."


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"Gettin' Jiggy With It"

Maeckes

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Franziska: "Ich mag Maeckes' Stimme, seine Inhalte und seinen Sound. Aber nichts für Menschen, die nicht aus den Puschen kommen. Maeckes nimmt dir jeglichen Drive."

Jochen: "Mal sehen wie lange Maeckes' 'Zweimal-Minus-ist-Plus'-Texte frisch klingen - auf dieser Platte hat seine Lebensdarstellung mehr Druck als alle deutschen Rapper, die immer nur 'F...!' schreien."

Raffaela: "Leider Rap für die Sorglosen. Mir fehlen auch gute Punchlines und eine unverkennbare Stimme."

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"Walnuss"

Gurr

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Franziska: "Endlich mal eine Gitarrenband, die nicht eh schon jeder seit Jahren kennt. Sollte jeder im Schrank haben, der auch The Cure und die Beach Boys irgendwo rumfliegen hat."

Jochen: "Gibt es noch andere, die “Pure Vernunft darf niemals siegen” für Tocotronics bestes Album halten? Falls ja: Hört Gurr!"

Raffaela: "Wenn man eins zu eins den Sound alter Genres übernimmt, sollten zumindest die Texte unfassbar innovativ oder eingängig sein. Aber nein. Schade."

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"Familiar"

Agnes Obel

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Franziska: "Man fängt an zu träumen und wundert sich, wieso der zweite Song nicht anfängt. Bis man merkt: man ist schon bei Nummer sechs angekommen. Spannung geht anders."

Jochen: "Nee, sorry, zu affektiert. Frau am Klavier, viel Bedeutung, viel Ausdruck – das bräuchte die Welt, wenn es Björk oder Tori Amos nie gegeben hätte. Und selbst dann würde das nicht reichen."

Raffaela: "Sie klingt zart wie immer, ihre Arrangements sind geschmackvoll wie immer. Dafür, dass sie selbst produziert, hat sie eh meinen Respekt. Gute Frau."

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"Bad Decisions"

Two Door Cinema Club

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Franziska: "'Gameshow' hat anders als ihr Vorzeigewerk 'Tourist History' eher groß angelegten Pathos und Bee Gees-Anleihen. Trotzdem nicht belanglos."  

Jochen: "Ich würde diese Platte lieber noch ein paar Mal hören, bevor ich vorschnell sage, dass sie nicht so gut ist wie erwartet. Nur: Wie oft denn noch?"

Raffaela: "So sehr Disco waren Two Door Cinema Club wohl noch nie. Ich feiere die Basslines und die Falsettgesänge. Es macht so gute Laune."

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"Julian"

Jamie Lidell

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Franziska: "Grandioses Album, wenn man auf verfrickelte Basslines, Neo-Soul und Melodien steht, die dem Kitsch gerade noch entkommen. Krank gut."

Jochen: "Toller Mann, toller Groove, tolle Ideen, es fehlt - wie immer bei ihm - der letzte Zug zum Tor. Verzettelungs-Soul."

Raffaela: "Ich bin drauf und dran, dieses als mein neues Lieblingsalbum von ihm zu bezeichnen. Und ist noch jemandem aufgefallen, dass er manchmal genau wie Stevie Wonder klingt?"

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"Waste A Moment"

Kings of Leon

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Franziska: "Klingt so, als hätten sie ihren eh schon poppigen Rock in Zuckerwatte getaucht und ein bisschen in der Disco abgehangen. Nicht der coolste Club der Stadt, aber auch nicht die Großraumdisco mit Schaumparty."

Jochen: "Wie satt diese Band ist. Wie cool sie waren vor dem Durchbruch. Wie lange das schon her ist. Middle Of The Road. Immerhin von der guten Seite."

Raffaela: "Ich will mich über dieses Album nicht beschweren, diese Band bedeutet Vielen was. Aber ich find’s seelenlos. Außer vielleicht 'Eyes On You'.

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"O B 1"

Jagwar Ma

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Franziska:  "Jagwar Ma wollen sowas wie die Beatles zu Sgt. Pepper's Zeiten sein. Nur dass sie zur Inspiration wohl Acid House hören. Sehr weirde Mischung."

Jochen: "Richtig geil wird diese Band, wenn sich sie sich minutenlang selbstvergessen im Britpop wälzt… diese australische Band… Halt, das ergibt keinen Sinn… Geil!"

Raffaela: "Auf ihrem zweiten Album toben die gehypten Australier genremäßig ein bisschen umher. Auf der Tanzfläche bestimmt schön, zuhause brauch ich’s nicht."

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"Lyk Dis"

NxWorries

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Franziska: "Uuuh. Dieses Album ist purer Sex. Ich muss gestehen: momentan gibt es nichts, was mich glücklicher macht, als Anderson .Paaks Stimme und die unfassbar entspannten Beats."

Jochen: "Die drölfte relevante Black-Music-Platte des Jahres. Wieder etwas höhepunktarm, wieder extrem stilsicher. Im Paradies wäre es Lounge-Musik."

Raffaela: "Nettes, weiches Old-School-R’n’B-Album. Und mit Sätzen wie 'If I call you bitch, it's because you're my bitch' kann ich leben."

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"Lionmouth Door Knocker"

Kate Tempest

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Franziska: "Das ist anstrengend, hat Druck und macht Bock. Kate Tempest rappt ohne Luft zu holen und hat weit mehr zu sagen, als David Cameron in 6 Jahren Amtszeit. Hätten die Briten mal auf sie gehört."  

Jochen: "Mein Gott, ist das anstrengend. Texte als absolutes Zentrum von Musik – wertvoll! Aber wie oft hören das die ganzen Schlaumeier noch, nachdem sie das für gut befunden haben?"

Raffaela: "Sie drückt die Finger in die Wunden unserer Zeit und wäre in einer heilen Welt definitiv arbeitslos. Zum Glück ist unsere Welt kaputt und braucht Poeten wie sie."    

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