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Plan B Platten des Monats November 2017

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November. Alles grau. Alles kalt und nass. Wie gut, dass die 1LIVE Plan B Platten des Monats von innen wärmen. Dabei haben Charlotte Gainsbourg und Sufjan Stevens selbst Trauerarbeit zu leisten - Chapeau, wie gut ihnen das gelingt. Morrissey betrauert die gesamte westliche Welt. Noel Gallagher zieht's auf den Mond, Björk nach Utopia - wer zieht an allen anderen vorbei auf Platz 1?

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"Ready for it"

Taylor Swift

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Dani: „Vertonte 'InTouch'. Wer nicht lesen kann, soll dieses Album hören.“

Kotaro: „Fast jeder ihrer Songs zeichnet die Sorte Mensch nach, bei der ich Frust-Herpes kriege. Aber auch das muss man erst mal so catchy und aktuell hinkriegen, wenn auch manchmal hölzern.“

Philipp: „Keine Ahnung, warum Kanye die so blöd findet. Casper hätte mehr Grund, sie zu dissen. 'Ready For It' klingt ja wirklich nach ihm – und der Rest nicht ansatzweise so spektakulär.“

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"Baby I Don't Know Oh Oh"

Vulfpeck

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Dani: „Das perfekte Weihnachts-Album für die anspruchsvolle Familie: Fans von Lionel Richie, Bruno Mars und George Michael haben hier etwas zum Auspacken.“

Kotaro: „I’m Captain Hook - I’m So Catchy! Das groovt so übertrieben oll, edel und lebendig zugleich - und skippt ganz nebenbei den Winter im Kopf.“

Philipp: „Was ein Funkgroove! Damit könnten die viele Clubs ausverkaufen. Aber das sind ja mehr so Tagträumer. Zuletzt haben die zum Beispiel eine Umsonst-Tour gespielt.“

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"She Taught Me How To Fly"

Noel Gallagher's High Flying Birds

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Dani: „Und wenn Du mich küsst, schreibt Noel wieder Songs für Liam. Hoffentlich küsst mich ganz schnell jemand. Es wäre für alle Beteiligten das Beste!“

Kotaro: „Kein Betroffenheitsrock, mehr Spaß - guter Ansatz. Noch besser wär's, wenn weniger Songs in diesem Meer von Experimenten untergegangen wären.“

Philipp: „Liam fehlt die Cleverness von Noel und dem wiederum die breitbeinige Coolness von Liam. Jungs, holt euch endlich einen Paartherapeuten und spielt wieder Stadiontouren!“




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"Unfazed"

Lil' Uzi Vert feat. The Weeknd

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Dani: „Um mal zwei Schulhof-Hip-Hopper aus den 90ern zu zitieren: 'This is life in the streets and that’s how we livin'.“

Kotaro: „Er kann schon Hits, er versteckt sie nur zwischen lauter Fillern. Die Platte war schon im August zu lang, die vier neuen Tracks machen sie nur bedingt 'Deluxe'.“

Philipp: „Mixt der im Opener Akkordeon mit Autotune? Daumen hoch. Für die ganze Produktion.“

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"Spent The Day In Bed"

Morrissey

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Dani: „Bei dem was der Herr in Interviews von sich gegeben hat, fällt es mir schwer nur die Musik zu beurteilen. Bitte was? Googelt ihn einfach.“

Kotaro: „Ich will Mozza einfach mal NUR gut finden. Wie kann einer so klare Worte und Gefühle in Songs packen und dann wieder solch dumme Bauchdenker-Scheiße in Interviews verzapfen? Es nervt!“

Philipp: „Ein alter Mann erklärt, was er noch nie verstanden hat: Die Welt. Um es mit einem Klassiker vom 'Mozzer' selbst zu sagen: 'November spawned a Monster.' Die Platte ist schlimm. Meine Smiths-Shirts verkauf ich trotzdem nicht.“

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"The Greatest Gift"

Sufjan Stevens

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Dani: „Eine Sammlung unveröffentlichter Songs, Demoversionen und Remixen: ein Geschenk aus reinster Nächstenliebe an die Fans zum Preis von 9,99.“

Kotaro: „Für eine Fanplatte voller Stückwerk packt das schon sehr: Wo andere mit Bombast Gefühle simulieren, kriegt einen Sufjan mit verdammten Handyaufnahmen rum.“

Philipp: „Krass, was dieser manisch melancholische Songwriter noch so vom letzten Album übrig hat. Auch bei den Remixen ist dieser schöne Weichspülmodus an.“

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"Killing Time"

Dillon

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Dani: „Das perfekte Winteralbum. Alle sind erkältet, Dillon klingt wie immer nach Schnupfen.“

Kotaro: „Lieder so fragil wie Kerzenflackern. Immer kurz vorm Erlöschen, nur um dann doch wieder frei dahin zu lodern. Diese Spannung muss man aushalten können.“

Philipp: „November in Berlin, Minusgrade. Dillon will in einen Club. Draußen: Lange Warteschlange. Sie erkältet sich, singt leicht gelangweilt ins Handy. Am Ende wird noch kurz zu Techno getanzt. So ungefähr klingt 'Kind'. Schön!“

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"Blissing Me"

Björk

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Dani: „Ich halte es schon nicht aus, wenn jemand mit einer Papiertüte raschelt, wie soll ich da ein Björk-Album ertragen?!“

Kotaro: „Packt einen und verzaubert eine Weile. Die Gänsehaut ebbt nur leider nach gefühlt 20 vertonten Kamasutrastellungen merklich ab.“

Philipp: „Wenn Pop ein Versuchslabor wäre, dann wäre Björk eine der raffiniertesten Forscherinnen ever. Keine Ahnung, was sie mit solchen Experimenten  rauskriegen will. Aber diese Utopie klingt unfassbar spannend."

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"Red Bottom Sky"

Yung Lean

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Dani: „Ich werde nicht high von dem Lean. Aber fast. (Anmerkung der Redaktion: Lean = Slang-Bezeichnungen für Hustensaft)“

Kotaro: „Schwedens größtem Hänger beim Klarkommen aufs Leben zuzuhören, hat etwas sehr Reines und Tröstendes. Nach seinem Horrorjahr 2016 umso beachtlicher.“

Philipp: „Schön minimalistisch, guter Flow. Aber musste er da einmal so ins Mikro husten? Naja. Andere Frage: Ist Schweden das heimliche Mekka für Cloud Rap?“

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"Deadly Valentine"

Charlotte Gainsbourg

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Dani: „Charlotte Gainsbourg trifft Daft Punk. Um es mit den Worten ihres Papas zu sagen: 'Je t’aime'.“

Kotaro: „Bei anderen klingt musikalische Trauerarbeit vielleicht reduziert und warm. Zu Gainsbourgs Erinnerungen an Vater und Schwester kann man sogar dezent tanzen. Elegant und lebensbejahend.“

Philipp: „Im Titelsong singt sie besonders schön: 'Reste avec moi, s'il te plaît.' Ich weiß, dass es eine tiefere Bedeutung hat. Ich feier aber vor allem diesen eleganten Sound zwischen Air und French Pop. Chapeau!“

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