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Plan B Platten des Monats Mai 2017

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Mai 2017 - ein Monat, wie gemacht für einen Außenseitersieg. Denn erstaunlich wenig Big Names sind im Topf: "Alien" Marteria, Snoop Dogg und die "Psychos" von Kasabian. Werden sie sich durchsetzen gegen die Underdogs: Mac DeMarco, Woman, Nick Hakim und Slowdive? Und reicht Nick Murphy eine EP, um ganz vorne zu landen?

Die Redaktion hat abgestimmt über die 1LIVE Plan B Platten des Monats Mai, unsere drei Richter bewerten sie.

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"Star Roving"

Slowdive

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Philipp: "Unfassbar schwelgerischer Gitarrensound. Perfekt für nächtliche Autobahnfahrten, bei denen man irgendwann vergisst, warum man eigentlich unterwegs ist."

Jochen: "Beste Atmosphäre des Monats. Völlig verloren im Klangraum. Schwelgend, verhallt, melancholisch, Top!"

Kotaro: "Shoegaze war schon immer der dümmste Genretitel und sein Erfinder soll von einer enormen Wall of Sound zerpresst werden! Gute Platte."

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"Go On"

Snoop Dogg feat. October London

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Philipp: "In der sechsten Klasse wollte ich so werden wie Snoop. Hat nicht geklappt. Heute sage ich: Zum Glück. Auch wenn er auf 'Neva Left' stark abliefert."

Jochen: "Ob Snoop selbst weiß, dass er gerade wieder spontan ein Album veröffentlicht hat? Ich hoffe es für ihn, denn trotz einiger Ausfälle passt es zur Jahreszeit. West Coast, dicke Hose, Sommer."

Kotaro: "Snoop ist Entertainer, Entrepreneur, Popstar und Willie Nelsons legitimer Nachfolger in Sachen Hanf-Konsum. Gut, dass er mal wieder zeigt, dass er eigentlich auch Rapper ist."

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"Bet She Looks Like You"

Nick Hakim

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Philipp: "Mega-entspannter Typ, den man mal mit Mac DeMarco einsperren sollte. Das wäre ein Dreamteam!"

Jochen: "Boah, was will der denn? Würde der Gunter Wegs heißen, als Eremit im Westerwald wohnen und offiziell Drogenmusik machen – ok! Stattdessen aber ein New Yorker Hipster? Too much hype for me."

Kotaro: "Habt ihr ein sehr altes, sehr schönes Auto? Dies hier ist der Soundtrack zum Sonntagsausflug. Kleinen Absacker-Whiskey und Kassettenadapter nicht vergessen."

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"You're in Love with a Psycho"

Kasabian

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Philipp: "Eher semispannend. Da warte ich lieber weiter auf die Reunion von Oasis."

Jochen: "Was macht man als britische Rockband, um nicht alt zu klingen? Immer mehr Elektronik integrieren. Mir bleiben Kasabian dennoch zu plump: 'You’re In Love With A Psycho'?! Ich bitte euch…"

Kotaro: "Superslim Jeans sind zum Glück vorbei und Kasabian tragen untenrum endlich ein bisschen lockerer. Steht ihnen gut, diese neue Lässigkeit."

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"Your Time"

Nick Murphy feat. Kaytranada

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Philipp: "Alles begann mit einem Cover von 'No Diggity'. Die neuen Stücke sind aber viel düsterer und experimenteller. So gefällt mir Chet, ähm, Nick noch besser."

Jochen: "Nick Murphy alias Chet Faker könnte sich auch noch mal umbenennen in Bernd Berndsen - ich halte ihn für einen der aktuell besten Solokünstler. Die perfekte Mischung aus Sound, Song, Stil und inzwischen auch Konstanz."

Kotaro: "Natürlich kannst du auch mal was Anderes machen. Klingt dann mal komisch, vielleicht auch nicht immer geil. Aber lassen wir ihn erstmal aus dem Chet-Faker-Jumpsuit steigen und dann mal sehen, was das Album bringt."

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"The One 2"

!!!

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Philipp: "An der Discokugel von Chk Chk Chk hängt schon ein wenig Staub. Für mich macht das den Sound aber ziemlich charmant.”

Jochen: "Das groovt wie Sau und biedert sich nicht an. Schön schmutzig, körperlich, konsequent und trotzdem kaum retro. Überraschung des Monats."

Kotaro: "Irgendwo im Westen hat eine Disco überlebt. Macht jetzt null Sinn, aber so staubtrocken, wie !!! ihren Sound zelebrieren, kann es außerhalb der Donnerkuppel-Diskokugel nur Ödnis und Apokalypse geben."

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"Sign of the Times"

Harry Styles

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Philipp: "Der Typ kann singen. Wenn seine Musik nur weniger verkitscht wäre! 'Sign Of The Times' läuft bestimmt auf der Hochzeit von Leuten, die ich doof finde. Das Gute: Die Trennung von One Direction wird immer realistischer."

Jochen: "Da haben die Manager einen guten Job gemacht, Harry eine britische Pop-Platte im Bowie-, Floyd- & Beatles-Stil einsingen zu lassen. Die One-Direction-Jünger werden es eh kaufen, Leute wie ich finden das überraschend gut."

Kotaro: "Mit 23 in die Pubertät. Lasst ihn mal leben, vielleicht kommt ja irgendwann ein Song wie Robbies ‘Come Undone’ bei rum. Bis dahin: Teils gekonntes, teils gewolltes, aber recht solides Retro-Debüt."

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"Aliens"

Marteria feat. Teutilla

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Philipp: "Das ganze Geld musste weg und Marten hat in die richtigen Beats investiert. In Kombi mit den cleveren Texten ist das fast schon außergalaktisch gut."

Jochen: "Mir ist das zu nah dran. Auch textlich. Am Alltag, am Normalen, am Durchschnitt. Das bringt mich nicht weiter."

Kotaro: "Wenn ein Lied über einen Fisch das beste auf dem Album ist, bist du entweder Peter Maffay oder du hast das nächste Songwriter-Level erreicht. Marteria ist nicht Peter Maffay."

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"Marvelous City"

Woman

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Philipp: "'Marvelous City' ist eine Ode an Köln. Und mit den Synthies, die mich an ein Saxophon erinnern, ist es schon fast eine Antwort auf 'Midnight City' von M83. Aber hier sind nicht nur die Singles super."

Jochen: "Ob die kiffen?"

Kotaro: "Klingt erstaunlich mühelos, hat dabei komplexe Tiefe und mir gehen die komplizierten Phrasen aus. Ist geil, Kölsch drauf, Jungs."

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"My Old Man"

Mac DeMarco

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Philipp: "Dank Mac DeMarco könnten Zahnlücken und Holzfällerhemden wieder cool werden. Ein toller Singer/Songwriter!“

Jochen: "Der Schluffi-Freund, dem man nicht böse sein kann. Vielleicht muss man so runtergechillt klingen, wenn man aussieht wie der Sohn von Flea und Frodo."

Kotaro: "Was soll das sein?! Ist das jetzt BBQ-Folk? Ist das jetzt Baumwolllaken-Sexytime-Soul? Ich bin hochgradig verwirrt und mache im Geiste bereits den Nackten Man wie bei How I Met Your Mother. Sommer!"

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