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Los geht's

Plan B Platten des Monats Februar 2017

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Im Februar clashen traditionell die frühjahrsmüden Stubenhocker mit den partywütigen Skifahrern und Karnevalisten aufeinander. So stimmungsheterogen gestalten sich auch unsere Platten des Monats Februar - nur ist unsere Redaktion stilsicherer. Zumindest meistens, meinen die Richter.

Erfahrt, wer diesen Monat gewinnt: Party mit Bilderbuch, Sinkane, Johnossi und Big Sean oder Insichgekehrtes von Sampha, Dirty Projectors, Elbow und Ryan Adams.

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"What You Want"

They.

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Daniela: "R'n'B gepaart mit ‘ner dreckigen Gitarre. R'n'Grunge. Sehr geil."

Kotaro: "Machen die Lieder, die Drake vermutlich nicht wollte. Handwerklich gut, bloß kicken von 14 Songs höchstens zwei so richtig."

Raffaela: "Ein Album, das sich umso besser entfaltet, je lauter man es hört. Mein Leben wird aber auch noch danach das gleiche sein.“

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"Air Is Free"

Johnossi

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Daniela: "Bei ‘Rock am Ring’ würde ich mich über sie freuen. Auf Platte nicht ganz so geil, aber trotzdem eine gute Art, Rock ins Jahr 2017 zu retten."

Kotaro: "Bisschen wie Pappkartons zertreten: kurz befriedigend, weil maximale Zerstörung bei minimalem Kraftaufwand. Können jetzt gerne wieder lockerer werden."

Raffaela: "Für mich ist diese Art ‚Rockmusik’ ein Folterwerkzeug. Ich würde bereits nach dem ersten Song Morde gestehen, die ich nicht begangen habe, und all meine Freunde verraten.“

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"Der Dadaist"

Balbina

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Daniela: "Also ich habe da auch noch eine Frage: Was soll das?"

Kotaro: "Eiskönigin Elsa hat ihr Frostschloss verlassen, lebt mittlerweile in einer 5er Kommune in Neukölln und vertont ihre Roggenquarkstulle mit Schnittlauch. Zu viele Fragen."

Raffaela: "Ich kann da leider nur gekünstelte, aufgesetzte Betroffenheit erkennen. Schade, denn ich finde mutige Frauen, die eigen sind, ja total toll! Aber Balbinas Ergüsse sind einfach die Ausgeburt des Bösen.“

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"Bounce Back"

Big Sean

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Daniela: "In den USA schon BIG. Hier noch etwas little, Sean ist gerade erst im Kommen. Mit diesem Album ist das aber nur eine der Frage der Zeit."

Kotaro: "Big Sean liefert das Album, das Drake hätte machen sollen. Gott, so viele Drake-Vergleiche hier. Aber hey, 'The 6' hat wirklich betroffen gemacht!"

Raffaela: "Nicht der Kreativität letzter Schluss, aber auf jeden Fall gut nebenbei hörbar.“


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"Do You Still Love Me?"

Ryan Adams

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Daniela: "Dann höre ich doch lieber noch einmal sein Taylor-Swift-Cover-Album."

Kotaro: "Okay, Ryan hat Taylor Swift gecovert, sie kann gute Songs schreiben, wir haben alle herzlich gelacht. Doch seine Dringlichkeit und Emotionalität ist in seinen
eigenen Songs einfach besser aufgehoben."

Raffaela: "Natürlich ist er irgendwie super. Trotzdem könnte er für mich einfach frischer, zeitgemäßer klingen. Aber das ergibt, na klar, gar keinen Sinn.“

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"Human"

Rag'n'Bone Man

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Daniela: "Zu viel Bart, zu viel Gewicht, zu viel Epos, zu viel Stimme, zu viel Piano, zu viel…und dann noch Funk und Soul auf den Fingerknöcheln beider Hände tätowiert. Für mich einfach alles zu viel."

Kotaro: "Gut, dass es ihn gibt. Hat ja auch hat lange auf diese Platte hingearbeitet. Aber: Niemand braucht 19 Songs auf einem Debüt! Und seiner Whiskey-Stimme hätte ein passender räudigerer Sound gut getan."

Raffaela: "Hits, Hits, Hits. Man kann das mögen, man kann es auch zu brachial finden. Ich schwanke zwischen Verehrung und Verachtung hin und her.“


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"Erkläre mir die Liebe"

Philipp Poisel

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Daniela: "Bei ‘Mein Amerika’ denkt man ja gerade an das Schlimmste. Philipp Poisels Verkopfheit würde man sich von Donald Trump aber manchmal wünschen."

Kotaro: "Musikgewordene Fötusstellung. Starke Atmosphäre zwar, bloß dauert der Sonnenaufgang im Kopf nur maximal fünf Songs lang an. Dann wird die Nummer doch sehr dünn."

Raffaela: "Ich mag seinen Sound, dass er sich treu bleibt und dass er einfach den Mut hat, Gefühle zu zeigen. Songmäßig sticht da für mich aber gerade nichts raus.“


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"I Know You Can Hear This"

Dear Reader

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Daniela: “'SoSo Petty, So Pathetic“ – so heißt nicht nur ein Song, nein, das beschreibt auch das ganze Album sehr gut. Muss man mögen -  ich mag's nicht."

Kotaro: "Da war schon mal mehr Action drin. Cherilyn MacNeil hat aber nach wie vor spannende Ideen: Wer hätte gedacht, dass so ‘ne akustische Elfen-Convention wie 'Wake Him' ein Rudel Trompeten vertragen könnte?"

Raffaela: "Es ist einfach so bezaubernde Mädchenmusik. Ich mag jedes einzelne Album, auch dieses.“





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"Skeletor"

HGich.T

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Daniela: "Der Witz ist erzählt."

Kotaro: "Bisschen ziellos. Und das bei der Band, die Ziellosigkeit zur Kunst erhoben hat. Der Gag ist hier nicht mal schneller durch, er zündet schlicht nicht. Wenn das die Therapie war, hätten sie die besser mal gelassen."

Raffaela: "Ich will es schlimm finden, aber es geht nicht. Ich lache mich aufrichtig über jede einzelne Zeile schlapp.“

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"Keep Your Name"

Dirty Projectors

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Daniela: "Für dieses Album braucht man Ruhe und Geduld. Mist, beides habe ich nicht."

Kotaro: "Klingen so, wie Muttis ihre Küchenzaubergeräte anpreisen: Was man reinwirft, es klappt immer! DP werfen halt besonders viel in den Mixer, muss man drauf
stehen, lohnt sich aber!"

Raffaela: "Gefühlt das Album, über das gerade alle um mich herum reden. Natürlich ist das auch berechtigt, aber mir geht’s da wie bei Bilderbuch: zu viel Abgemucke.“

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"Uh-Huh"

Sinkane

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Daniela: "Draußen ist es grau und nass und Sinkane holt die Mai Tais und Sonnenschirme raus. Funktioniert für mich vielleicht eher im Sommer."

Kotaro: "Eine sexy Weltreise fürs Ohr. Ahmed Gallabs Stimme tänzelt sicher und simpel über die vielen Soundschichten. Auf Dauer ein bisschen viel Strandbar, aber der Daiquiri schmeckt schon wieder. Kennt man ja."

Raffaela: "Das Album fließt supersmooth dahin. Ist nicht ganz mein Genre und ich habe danach auch keine Ohrwürmer, aber schön ist es schon.“



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"Alaska"

Maggie Rogers

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Daniela: "Das ist doch die, die Pharrell Williams so gut fand, oder? Netter Elektro-Pop. Nicht mehr und nicht weniger."

Kotaro: "Da wirste zu Beginn deiner Karriere gleich mal auf’n Zehnmeterbrett gestellt und so’n Pharrell schreit: 'SPRING!'. Maggie springt, 1a Köpper. Und das mit 'ner EP, so kurz wie der Sprung selbst."

Raffaela: "Kein ganzes Album, nur eine EP, dafür aber eine wunderbare. 'Alaska' höre ich rauf und runter. Es ist so leichtfüßig und tänzerisch und gleichzeitig bewegend.“

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Magnificent (She Says)

Elbow

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Daniela: "Leider achte ich bei den Songs nur auf die grandiose Umsetzung des nicht vorhandenen Schlagzeugs. Dabei haben sie noch viel mehr zu bieten."

Kotaro: "Mein Leben ist sinnbefreit, weil ich die Liebe niemals so schön zu Papier bringen werde wie Guy Garvey. Dafür nimmt mich die Platte in ihre großen, sanften Arme und plötzlich tut alles schon gar nicht mehr so weh."

Raffaela: "Ist zwar jetzt nicht mehr die Erfindung des Rades, aber Elbow geht immer und berührt nach wie vor.“

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"Bungalow"

Bilderbuch

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Daniela: "Ist das Kunst oder kann das weg? Vermutlich werden bei diesem Album die Mainstream-Fans sagen: 'Baba!'"

Kotaro: "Noch smoother, noch selbstbewusster. Den Krawall des Vorgängers haben sie zurückgefahren, stattdessen herrscht SUPERFUNKYPARTYTIME. Diese Typen verdienen die Welt."

Raffaela: "Ich mag die Band und schaue ihnen live gerne zu, aber mir ist das persönlich alles viel zu verfrickelt.“



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"No One Know Me Like The Piano"

Sampha

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Daniela: "Manchmal kann der Tod eines geliebten Menschen etwas ganz Wunderbares hervorbringen. Wie Kanye West auf ‘808s & Heartbreak’ hat auch Sampha auf seinem Album den Tod seiner Mutter verarbeitet."

Kotaro: "Der neue Goldstandard in Sachen Gefühl. Und keine Sekunde langweilt. Sampha hat Stimmbänder aus Seide. Eventuelle Verwandschaftsverhältnisse zu Sade
sollten mal überprüft werden."

Raffaela: "Da ist alles drin, was es braucht, um der Welt einen großen Künstler vorzustellen. Tiefgang, Seele, Zeitgeist, Bandbreite und Mut.“

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