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Plan B Platten des Jahres 2015

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Hello, it's me – der Jahresrückblick. Für alle, die am Ende des Jahres auch nur noch in Listen denken. Die jeweils besten und schlechtesten Alben, Konzerte, Filme, Urlaube, Tore, Kneipen, Tinder-Dates und Facebook-Posts aufzählen. Die 1LIVE-Plan-B-Redaktion hat abgestimmt, diskutiert, sich angebrüllt... Aber die Mühe hat sich gelohnt. Viel Spaß mit unseren Platten des Jahres 2015!

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"Lonesome Street"

Ausschnitt aus dem Album "The Magic Whip" von Blur.

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Es ist unser Comeback des Jahres. Die Blur-Reunion gab's zwar schon 2009, aber seither nur in Form von riesigen Revival-Shows, als wären sie ihre eigene Tribute-Band. Zum Neustart auf Platte führten dann ausgerechnet ein ausgefallenes Konzert und ein paar unverplante Tage in Hongkong. Das hört man dem „Dysto-Pop“, wie Damon Albarn ihn nennt, auch an. Die Euphorie des Britpop trifft auf asiatische Endzeitstimmung. Klingt unmöglich – aber auch wunderschön.

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"Porzellan und Elefanten"

Ausschnitt aus dem Album "Niveau weshalb warum" von Deichkind.

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„Blue Man Group meets Lordi auf Crack“, so hat Ferris MC seine Band Deichkind mal beschrieben. Ist was dran – zumindest was die Live-Shows angeht. Die Musik auf Platte ist glasklarer Dada-Elektro mit Köpfchen. Keine andere Band kann unserer Gesellschaft so clever einen Spiegel vorhalten und sich dabei so selbstsicher zwischen floskelhaftem Kirmestechno und genialem Popentwurf bewegen. Niveau deshalb darum.

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"Turn Your Love"

Ausschnitt aus dem Album "Sun Leads Me On" von Half Moon Run.

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So leise und gefühlvoll wie ihre Musik haben sich Half Moon Run in unsere Jahrescharts geschlichen. Indie-Folk aus Kanada, zu einer Zeit, wo Indie-Folk aus Kanada nicht grad das nächste, heiße Ding ist. Funktioniert aber, weil die Band beatleske Melodien schreiben kann und diese auf dem neuen Album mit dem Flair der amerikanischen West Coast verbindet. „Sun Leads Me On“ ist ein Wegweiser für Sommersuchende in Wintermonaten.

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"The Hills"

Ausschnitt aus dem Album "Beauty Behind the Madness" von The Weeknd.

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Im starken Monat August hatte sich das Album noch gerade so in unsere Top Ten gerettet. Inzwischen haben wir all die versteckte Schönheit hinter den manischen Beats und Sounds entdeckt und verstanden. Oder fast alle. Abel Tesfaye a.k.a. The Weeknd ist der Prince unserer Generation, denn wie seinem Vorbild gelingt es ihm, Kunst und Charts zu vereinen. Und dabei immer ein klein wenig mysteriös zu bleiben.

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"Mathematik"

Ausschnitt aus dem Album  "Mama" von MoTrip.

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MoTrip galt lange als die Zukunft des deutschen Hip Hop, sein Auftritt in unserer Jahresliste ist trotzdem ein Außenseitersieg. Nicht nur gegen die namhafte, internationale Konkurrenz, auch gegen sich selbst. Denn vor "Mama" wäre MoTrip fast am Druck der Erwartungen an ihn zerbrochen. Sein Album ist daher der Frau gewidmet, die ihn wieder auf die Beine gestellt und ihm ermöglicht hat, weiterzumachen. MoTrip und seine Mama: ganz simple Mathematik.



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"Bussi Baby"

Ausschnitt aus dem Album "Bussi" von Wanda.

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Wiens große Zeiten sind noch lange nicht vorbei. Und während Wanda das beweisen, erobert ihr Austro-Pop wie nebenher die Herzen der Hipsterwelt. Und die von allen anderen. Der Exzess, den die Band in ihren hymnischen Songs zelebriert, wirkt anziehend, genauso wie der Hang zum Verbotenem. Und dann nennen Marco & Co sich untereinander auch noch Strizzis – österreichischer Slang für "Zuhälter". Wir wollen mehr von der Ware Liebe!

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"True Affection"

Ausschnitt aus dem Album "I Love You, Honeybear" von Father John Misty.

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Hinter dem "Father" verbirgt sich Joshua Tillman, ehemals Drummer der Fleet Foxes. Auch unter seinem wahren Namen hat er schon Alben herausgebracht, die er aber heute als zu aufgesetzt empfindet. Paradoxerweise erleichtert ihm sein Pseudonym als verrückter Prediger in seinen Songs brutal ehrlich zu sein. Ob über sein Liebesleben oder seine eigenen Abgründe. Ein morbides, humorvolles und sexuell aufgeladenes Album wie ein Film Noir. Schon jetzt ein Klassiker.

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"What Went Down"

Ausschnitt aus dem Album "What Went Down" von Foals.

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Die fünf Fohlen haben uns 2015 mit ihrem vierten Album gezeigt, wie zeitgemäß dieser alte Gigant Rock noch klingen kann und wie beweglich er noch ist. Mit ein bisschen Verzerrer hier, ein bisschen Elektronik dort und vor allem ganz viel Charisma. Und mit zeitlosen, großartigen Songs natürlich, vorgetragen von einer Stimme, die uns das Mark erschüttert. Wenn Pathos, dann bitte so.

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"Water under the Bridge"

Ausschnitt aus dem Album "25" von Adele.

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Adele ist der größte Popstar unserer Zeit. Kein anderer Mensch weltweit kann die Gefühle aller anderen Menschen – uns eingeschlossen – so erfolgreich in Musik ausdrücken. Der gefällige aber immer geschmackssichere Soulpop von Adele Adkins ist trotz aller Allgemeinheit nie langweilig. Deshalb sind 19, 21, 25 nur die Namen und nicht die Verkaufszahlen in Millionenhöhe von Adeles letzten Alben. Das waren allein bei "21" deutlich mehr.

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"Boom Boom Boom"

Ausschnitt aus "Hurra die Welt geht unter" von K.I.Z..

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Weniger Randale, mehr Message, so könnte man den musikalischen Status Quo von K.I.Z. zusammenfassen. Irgendwie hatten sie ihre Intelligenz bisher hinter Provokation versteckt. Aber ständige Provokation ermüdet halt irgendwann, da hilft nur mehr... ähem: Realness. Auf „Hurra, die Welt geht unter“ finden K.I.Z. nun die perfekte Mischung aus Aggressivität, Humor und Köpfchen.

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"Regret"

Ausschnitt aus "Get to Heaven" von Everything Everything.

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Die Beziehung zu ihren Fans ist Everything Everything besonders wichtig. Schließlich gibt sich die Band aus Manchester viel Mühe, ihre Hörer zu verwirren. Ständige Wortwiederholungen wie im Bandnamen, beabsichtigte Bildfehler in Musikvideos, überraschende musikalische Wendungen als wäre der Song ein Krimi – die Band gibt Rätsel auf. Und wenig ist interessanter als ein gutes Rätsel – außer vielleicht dieser futuristische Indie-Pop.

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"Maschin"

Ausschnitt aus "Schick Schock" von Bilderbuch.

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Das war ein gutes Jahr für Österreich. Wo Wanda sich im Exzess suhlen, werfen Bilderbuch ihre futuristische "Maschin" an. Und man muss ihnen lassen: keine andere Band klingt wie sie. Das Album "Schick Schock" vereint ein großes Talent für Pop in all seinen Facetten: Musikalisches Können, Entertainment, Innovation. Das hatte deutschsprachige Musik bitter nötig.

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"Eventually"

Ausschnitt aus "Currents" con Tame Impala.

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Wenn die Platten des Jahres um Medaillen kämpfen würden, dann ginge Bronze nach Down Under, genauer gesagt nach Perth, der einsamsten Großstadt der Welt. Dort hatte Kevin Parker viel Zeit, um allein in seinem Schlafzimmer an Musik zu basteln. Sein Bedroom Pop klang immer schon nach 70er Psychedelic, aber noch nie so funky (Danke, Mark Ronson!) und elektronisch. Auf „Currents“ trifft sich die perfekte Mischung aus Vergangenheit und Zukunft.

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"Gosh"

Ausschnitt aus dem Album "In Colour" von Jamie xx.

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Der Mann hat mit The xx eine neue Musikrichtung erschaffen – akustische Elektronik. Oder umgekehrt. Bandmarkenzeichen: die Schwarz-Weiß-Optik. Auf dem Solo-Debut „In Colour“ regiert dagegen die Farbe. Und die hört man. Auf drei Songs sind auch wieder die anderen xx-Chromosomen Romy und Oliver dabei, aber besonders die instrumentalen Stücke vermitteln ein Gefühl zwischen Euphorie und Melancholie. So wie am Ende des Traumurlaubs die Abschiedsparty am Südseestrand.

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"I"

Ausschnitt aus dem Album "To Pimp a Butterfly" von Kendrick Lamar.

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Die besten Alben transportieren beides: das wahrhaftige Gefühlsleben des Künstlers und globalen Zeitgeist. Kendrick Lamar rapt auf allerhand weirden Free Jazz Samples über innere Trauer und äußeren Schein, über soziale Medien wie Facebook und soziale Ungerechtigkeit von Ferguson. Das Schmetterlingsalbum klingt nicht nur wie 2015, es fühlt sich auch so an. Dass diese sperrige und wichtige Platte in den USA auf Nr. 1 ging, gibt Hoffnung, dass am Ende doch alles gut wird.

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