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Plan B - Ein Jahr Musik - 1996

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Best of Radio 1996

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Die Musikwelt ist 1996 im Wandel. Grunge verabschiedet sich, BritPop hat seine Hochphase, und Indie ist im Kommen. The Prodigy sprengen Genregrenzen, Faithless die Tanzfläche, und Underworld landen den Überraschungshit des Jahres. Alte Boybands gehen, neue kommen, und dann waren da noch die Spice Girls. Die größten Innovatoren sind Beck, Tool und DJ Shadow. All dies und mehr in unserem großen 1Live Plan B Special zum Jahr 1996.


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Soundgarden - "Down On The Upside"

Soundgarden-Sänger Chris Cornell erinnert sich an Seattle

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Beim renommierten Sundance Filmfestival feiert „HYPE!“ Premiere: die Doku zur kommerziellen Ausschlachtung des Grunge. Kurt Cobain starb bereits zwei Jahre vorher, musikalisch aber erscheint im Mai 1996 das letzte große Grunge-Album: „Down On The Upside“ von Soundgarden. Andere Szene-Größen wie Alice In Chains und Pearl Jam flüchten sich in traurige Akustik und sperrige Verweigerung, während sich die Stone Temple Pilots in ironischem 60s-Pop ergehen.

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Die Toten Hosen "Opium fürs Volk" und Die Ärzte "Le Frisur"

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Die Toten Hosen und Die Ärzte – die beiden großen deutschen Rockbands – zeigen sich von ihrer humorvollen Seite. Die Hosen mit ihrer Alkohol-Vernichter-Hymne „10 Kleine Jägermeister“ auf einem ansonsten sehr ernsten und aggressiven Album namens „Opium fürs Volk“, das Ende Januar erscheint. Die Ärzte liegen mit ihrem Humor um Haaresbreite voraus, sie liefern später im Jahr ein ganzes Konzeptalbum zum Thema „Le Frisur“.

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Alanis Morissette - "Ironic"

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In der Ära des Grunge und BritPop hatten sie einen schweren Stand, aber die zweite Hälfte der 90er gehört den Ladies. 1996 sind das Joan Osborne, Sheryl Crow, No Doubt mit Gwen Stefani, Fiona Apple und ganz vorne Alanis Morissette. Gerade mal 21 Jahre jung, aber schon das Idol der freien Rockwelt. Vor allem dank ihrem ikonischen „Ironic“, das Ende Februar als Single rauskommt.

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Elektronik und Rock werden auch 1996 schon kombiniert in den Clubs dieser Welt. Am prominentesten wird der Stil aber befeuert durch The Prodigy. Die sind 1996 auf dem Zenith ihrer musikalischen Bedeutung und liefern gleich zwei potentielle Singles des Jahres: „Firestarter“ aus dem März und „Breathe“ vom November. Beide Frontmänner Keith Flint und Maxim liefern sich darauf einen Wettstreit in stilvoller Verrücktheit.

The Prodigy - "Firestarter"
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Fettes Brot - "Jein"

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90er Jahre, goldene Jahre des deutschen Hip Hop – aber 1996 fällt da ein bisschen raus. Von den ganz großen Acts veröffentlichen nur Fettes Brot ein Album: „Außen Tophits, innen Geschmack“, inklusive dem unentschlossensten Hit aller Zeiten: Jein“, erscheint im April. Also Hamburg vorne, auf den Plätzen folgen Rödelheim mit Moses Pelhams Hartreim Projekt und Stuttgart mit den Massiven Tönen.

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Auch wenn die erste Hitsingle von Nada Surf aus dem Juni 1996 an Ironie kaum zu überbieten ist – Independent Music wird in dem Jahr wieder „Popular“. Nada Surf streiten sich mit Cake und ihrem ebenfalls ironischen Cover des Disco-Klassikers „I Will Survive“ um die Indie-Single des Jahres. Dazu gibt es The-Smiths-Retro-Romantik auf den ersten beiden (!) Alben von Belle & Sebastian und das abgefahrene zweite Album von dEUS, Avantgarde-Indie-Meister aus Antwerpen. Eine im Vergleich zu ihrem power-poppigen Debut eher dunkle Platte nehmen Weezer mit „Pinkerton“ auf. Damals ernten sie enttäuschte Kritiken, heute gilt das Album als Blaupause für Emo.

Nada Surf - "Popular"
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Metallica - "Until It Sleeps"

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Die Frage aller Fans: Machen Metallica auf ihrem lange erwarteten und immer wieder verschobenen Album knallharten Metal wie auf ihren ersten Alben? Oder werden sie wieder melodischer wie auf ihrem Mega-Seller, dem schwarzen Album? Die Antwort lautet – „Load“ ist sogar noch melodischer, klingt nach Südstaaten und Grunge. Metallica weg vom Metal – einer der größten Schocks in der Musikgeschichte.

Aber es gab auch gute Veränderung. Tool, DIE progressive Metal Band, veröffentlicht „Aenima“. In teils zehnminütigen Songs geht es um ägyptische Mythologie, um den Scientology-Gründer, und um „Die Eier von Satan“.

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Die Beastie Boys fordern Freiheit für Tibet, das seit 1950 von China besetzt ist. Wie macht man das am besten, wenn man eine der wichtigsten Bands der Welt ist? Man organisiert ein Festival, lädt ein paar Freunde ein und spendet die Einnahmen. Am 15. Und 16. Juni kommen die Smashing Pumpkins, Beck, A Tribe Called Quest, die Red Hot Chili Peppers, Björk, die Foo Fighters, Sonic Youth, De La Soul und Rage Against The Machine zu den Beastie Boys in den Golden Gate Park in San Francisco. Und 100.000 Besucher.

Beastie Boys - "Root Down, Live @ Tibetan Freedom Concert"
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"Macarena", "How Bizarre" & "Time To Say Goodbye"

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Eine Märchengeschichte des Pop: Los del Río, zwei angegraute Spanier, hatten diesen Song über eine Flamenco-Tänzerin geschrieben, ein paar Dance-Beats drunter legen lassen und fertig ist die am Ende die erfolgreichste Single des Jahres weltweit. Auch von der Südhalbkugel kommt ein Sommerhit: „How Bizarre“ von OMC aus Neuseeland. Und dann erscheint in Europa der endlos lange Winter in Form von „Time To Say Goodbye“. Aus einer Hymne für den Abschiedskampf von Boxer Henri Maske wird die zweitmeistverkaufte Single in Deutschland aller Zeiten.

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1996 Geborene kommentieren die Sommerhits von '96

Was ist der bessere Sommerhit? Die "Macarena" oder "How Bizarre"?

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Jay-Z - "Can't Knock The Hustle" & Nas - "If I Ruled The World"

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In den Sommermonaten erscheinen zwei Alben von MCs aus New York, die schon bald zu den entscheidenden Figuren des Hip Hop werden sollten. Zum einen Nas aus Queens, der damals als der talentierteste Rapper der Welt gilt, was er mit seinem zweiten Album „It Was Written“ untermauert. Wenige Kilometer entfernt in Brooklyn: Jay-Z. Seinem guten 96er Debut „Reasonable Doubt“ sollten stärkere Alben folgen. Aber in diesem Jahr bereits stellt er mit der Gründung von ‚Roc-A-Fella Records‘ die Weichen dafür, dass er heute der mächtigste Mann im Hip Hop ist.

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Spice Girls - "Wannabe"

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Fünf Mädels, für jede Teenagerin da draußen ein Identifikationsobjekt. Die Spice Girls verbreiten Girl Power. Sie haben sich nach dem Casting von ihrem Management getrennt und erobern fortan die Welt: mit okayen Stimmen und mit ziemlich guten Singles. Wie „Wannabe“ vom 8. Juli. Über das Ende von Take That im Februar trösten zudem die 1996 brandneuen Acts Backstreet Boys und N*Sync hinweg - letztere angeführt von einem gewissen Justin Timberlake.

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1996 Geborene kommentieren Backstreet Boys & Spice Girls

Wer ist besser - Boyband oder Girlband?

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Oasis - "Don't Look Back In Anger"

Im Interview: Noel Gallagher nach dem Gewinn von 3 BritAwards 1996

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Noel Gallagher sagt ja gerne, Oasis seien die größte Band der Welt. Nie wieder sind sie näher dran an dieser Einschätzung als 1996, als der BritPop seine Hochphase erlebt. Hymnen der Manic Street Preachers, indischer Touch mit Kula Shaker, perfekter Pop mit Suede – und ganz vorn natürlich Oasis. Sie räumen drei Brit Awards ab und spielen am zweiten August-Wochenende zwei Konzerte in Knebworth - mit 300.000 Besuchern die bis dato größten Konzerte der englischen Geschichte.

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Soundtracks "Trainspotting", "From Dusk Till Dawn" & "Romeo & Juliet"

Underworld - "Born Slippy" / Blur - "Sing" / Iggy Pop "Lust For Life" / The Blasters "Dark Night" / Tito & Tarantula "After Dark" / Radiohead "Talk Show Host" / The Cardigans "Lovefool"

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Drei Filme – drei Soundtracks, die 1996 prägen: die Leinwand, das Radio, die Mode, die Sprüche auf dem Pausenhof. Es gibt coole schottische Junkies, die in „Trainspotting“  Drogen verticken zu den Songs von Iggy Pop und Underworld. Es gibt „From Dusk Till Dawn“, einen wilden Zombie-Roadtrip mit dem Schlangentanz von Salma Hayek zu Tito & Tarantulas „After Dark“. Und die klassische Romanze „Romeo & Julia“ in modernem Look mit Teenie-Star Leonardo Di Caprio und den Songs von Radiohead und The Cardigans.

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Michael Jackson - "They Don't Really Care About Us"

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+++ 18.01. Tochter von Elvis Presley, King of Rock'n'Roll, will die Scheidung vom King of Pop +++ 19.02. Michael Jacksons Auftritt bei den Brit Awards wird von Pulp Sänger Jarvis Cocker unterbrochen, der ihm seinen blanken Arsch zeigt +++  07.09. In Prag startet die „HIStory“-Tour, die meistbesuchte Tournee eines Solo-Künstlers aller Zeiten +++ 14.11. Michael Jackson heiratet von ihm schwangere Krankenschwester seines Dermatologen +++

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Selten hat das Kopfkino einen so positiven Kick gegeben wie Jamiroquais wichtigste Platte "Travelling Without Moving".  Die Reise, auf die JK und seine Band uns hier mitnehmen, führt zu chilligen Parties auf Jamaica, einsamen Wanderungen im australischen Outback und wie im Video zu "Virtual Insanity" auf eine schwankende Weltraumstation.

Jamiroquai - "Virtual Insanity"
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R.E.M. - "New Adventures In Hi-Fi"

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Nie klangen R.E.M. abwechslungsreicher und dabei so spannend wie auf „New Adventures in Hi-Fi“. Die Inspiration dazu kommt von ganz allein. Das Album wird auf der vorhergehenden Welttournee der Band geschrieben, einige Songs sogar im Soundcheck aufgenommen. Die Texte von Sänger Michael Stipe passen dazu. Sie handeln vom Leben unterwegs, von Rastlosigkeit und vom Wunsch, endlich irgendwo anzukommen.

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David Bowie - "Telling Lies"

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Am 11. September veröffentlicht David Bowie "Telling Lies", die allererste reine Online-Single der Welt. Das passt zu einem Mann, der die Wandelbarkeit des Pop definiert hat durch seine ständigen Stil- und Maskenwechsel und auch auf technischer Ebene Vorreiter war. Immer auf der Suche nach neuen Wegen, sich auszudrücken und seine Kunst zu transportieren.

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Tupac Shakur feat. Dr. Dre - "California Love"

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Tupac Shakur stirbt am 13. September an den Folgen eines bewaffneten Attentats, das knapp eine Woche vorher auf ihn verübt wurde. Der traurige Höhepunkt eines Konfliktes zwischen East Coast und West Coast Hip Hop, den Lagern von Puff Daddy und Notorious B.I.G. auf der einen und Dr. Dre, Snoop Dogg und eben Tupac auf der anderen Seite. Bis heute halten sich die Gerüchte, dass die East Coast in das Attentat involviert war, sehr wahrscheinlich war es aber eine Gang, mit der Tupac im Clinch lag. "California Love" bleibt einer der gößten Hits des Jahres.

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DJ Shadow - "Endtroducing"

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Eine Wahnsinnsarbeit steckt hinter DJ Shadows stilprägenden Sample-Meisterwerk „Endtroducing“. Von seinen heute 60.000 Platten besitzt er auch 1996 schon eine Menge. Und daraus bastelt er anders als Hip Hop Produzenten vorher keine Beats und Instrumentals für MCs, sondern ein ganzes, eigenständiges Album. Trotzdem klingt „Endtroducing“ wie aus einem Guss. Und zwar sehr dunkel, sehr melancholisch, fast wie ein trauriges Indie-Album.

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Fugees - "The Score"

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Die Fugees haben sich – bewusst oder unbewusst – eine goldene Regel der Vermarktung zunutze gemacht, und zwar: erst die coolen Kids ansprechen, die breite Masse kommt dann eh nach. Denn „Fu-Gee-La“ mit diesem exotischen Flötensample, das ist die erste Single, auf die Hip-Hop-Heads stehen. Dann covern sie diese schöne Schnulze „Killing Me Softly“  und kriegen damit dann auch alle Charthörer. Heute klingt „The Score“ immer noch frisch, dank der leichtfüßigen Produktion von Salaam Remi. Die andere große Stärke ist die Stimme von Lauryn Hill.

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Beck - "Odelay"

Im Interview: Beck über das Samplen.

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„Odelay“ ist das erste Sampling-Meisterwerk abseits des Hip Hop. Beck hat seinerzeit Jahrzehnte von Musikgeschichte nach Samples durchforstet und sein Album damit verziert. Seine auf der Akustikgitarre entstandenen Songs werden zum ersten eklektischen Meisterwerk im Indie-Pop mit Latin, Grunge, Funk, HipHop, Lofi-Elektro. Perfekt für das Lebensgefühl damals, aus heutiger Sicht immer noch frisch und eine Bauanleitung zum Einreißen von Genregrenzen.

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1996 Geborene kommentieren Beck & Fugees

Was ist das Album des Jahres?

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Rio Reiser - "Junimond"

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Die Alternative Music muss den Tod von Bradley Nowell verkraften. Der Sänger der Ska-Punk Band Sublime stirbt an einer Heroinüberdosis am 25. Mai.

Rio Reiser stirbt am 20. August. Er war eine stilprägende Stimme der deutschen Musikkultur, besonders mit seiner Revoluzzer-Band Ton, Steine, Scherben.

Depeche Mode Sänger Dave Gahan stirbt am Abend des 28. Mai in L.A. an einer Überdosis – und wacht 2 Minuten später wieder auf, mit Hilfe von Sanitätern.

Der letzte Vorhang fällt für die Ramones am 22.Juni. Bei der letzten Show wird die archetypische Rock'n'Roll-Band begleitet von den Grunge-Helden Chris Cornell und Eddie Vedder, sowie Lemmy von Motörhead. Titel der Show in Hollywood: „We're Outta Here“.

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